TiL-Opernprojekt

Oper für alle – Oper für uns. So könnte das Motto des Wochenendes vom 6. bis 8. Juli 2018 lauten, an dem die Festspiele der Münchener Staatsoper stattfanden, und am dem sechzehn TiL- Stipendiaten am Beispiel von  Richards Strauss‘ „Arabella“ in die für die meisten noch unbekannte Welt der Oper eintauchten.

Gibt es den Richtigen oder die Richtige im Leben? Mit dieser Leitfrage führten die Theaterpädagogin  Ursula Dessat und der Dramaturg Rainer Karlitschek durch den dreitägigen Workshop, der mit szenischem Spiel, gemeinsamen Singen und Reflexion von Handlung, musikalischer Gestaltung und Bühnenbild die Oper für die Teilnehmer zu einer ganzheitlichen Erfahrung machte. Mit Begeisterung fanden sich die TiL-Stipendiaten in ungewohnte Haltungen und Sichtweisen ein und  beschäftigten sich mit dem Leben Richard Strauss` und Hugo von Hofmannsthals, der das Libretto zur Oper verfasste. Während einer Führung durch die Staatsoper durfte die Gruppe außerdem die außergewöhnlich gute Akustik „erhören“, eine der größten Bühnen Europas betreten und die Tiefen des Unterbaus sowie die Dimension der Kulissen und komplexe Technik erforschen. Kurz vor der Aufführung trafen die Teilnehmer noch den Dirigenten zu einem Interview und konnten so auch einen Einblick in die Aufführungspraxis eines Symphonieorchesters gewinnen.

Die abschließende Reflexion am Sonntag stellte klar, wie aktuell die Frage nach dem oder der „Richtigen“ im Leben und die Wahrung der Entscheidungsfreiheit des Einzelnen ist.  Bereichert um viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse ging die Gruppe mit dem Vorsatz auseinander, dass dies bestimmt nicht der letzte Opernbesuch bleiben würde.