2018

Studienreise: eine Woche in Straßburg

Für dreißig TiLer ging es am 26. März nach Straßburg. Sechs Tage hatten die Stipendiaten, um die „Hauptstadt Europas“ zu erkunden und einen Einblick in die elsässische Geschichte und Kultur zu gewinnen.

Dank einer Stadtführung durch das Altstadtviertel Petite France und einer Bootsfahrt über die Ill bekam die Gruppe gleich am ersten Tag einen guten Überblick über Straßburgs bedeutendste Schauplätze und schönste Ecken und ging dem Auslöser für die bunte Mischung aus deutsch und französisch geprägter Architektur auf den Grund. Das gemeinsame Programm führte in das Straßburger Münster, ins Musée d’Art Moderne et Contemporain, an die staatliche Architektur- und Ingenieurhochschule Institut national des sciences appliquées und zu den Europäischen Institutionen. Natürlich war der Besuch im Europäischen Parlament eines der großen Highlights der Studienreise. Dabei durften die Teilnehmer nicht nur den berühmten Plenarsaal besichtigen sondern ließen sich auch auf ein spannendes Rollenspiel ein, wurden für ein paar Stunden mit Abgeordneten-Mandaten ausgestattet und erlebten hautnah, wie anstrengend der Arbeitstag eines EU-Politikers sein kann.

Ein Ausflug nach Haut-Koenigsburg und in das malerische Dorf Riquewihr ergänzte das Reiseprogramm.

TiL-Festakt am 23. März 2018

Der Festakt zur feierlichen Aufnahme des neuen „Talent im Land – Bayern“-Jahrganges 2017 fand am 23. März 2018 in der Allerheiligen Hofkirche in München statt.

Im Beisein vieler Ehrengäste übergaben Frau Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner und Frau Dr. Dagmar Wolf von der Robert Bosch Stiftung die Urkunden an unsere fünfzig neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten. Auch die Eltern der Jugendlichen, ihre Schulleitungen und Lehrkräfte, die mit ihren Gutachten zum Erfolg der Bewerbungen beigetragen hatten, wohnten dem Festakt bei. Das musikalische Programm gestalteten die TiL-Stipendiaten und Alumni selbst und brachten nicht nur Vivaldi, Tschaikowski und Bozza sondern auch Leonard Cohens „Hallelujah“ und Adeles „Turning tables“ eindrucksvoll auf die Bühne. In einer moderierten Gesprächsrunde berichteten der Schriftsteller und Journalist Nevfel Cumart, der Schauspieler Simon Pearce und der TiL-Alumnus Rega Hussein von ihren eigenen Herausforderungen und Erfolgsrezepten und ermutigten die Schülerinnen und Schüler dazu, neue Aufgaben anzupacken, große Träume zu wagen und diese zu verfolgen.

„Es war ein unvergesslicher Tag“, - sagt Stipendiatin Margarita Petrova.

 

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 23.03.2018

2017

TiL-Oberstufenseminar

Vom 1. bis 2. Dezember 2017 fand das erste TiL-Oberstufenseminar in München statt, an dem insgesamt 34 Stipendiaten aus der Jahrgangsstufe 11 teilnahmen. Während der erste gemeinsame Nachmittag vor allem eine Gelegenheit zum Austausch über Erfahrungen der ersten paar Monate in der Oberstufe bot, griff das Programm am Samstag einige der wichtigen Fragen auf, die die Kollegiaten am Vorabend gesammelt hatten. So beschäftigten sie sich mit der Form und den Inhalten der schriftlichen Abiturprüfungen, diskutierten die Vorgehensweise bei der Wahl des Faches und des Prüfungsschwerpunktes sowie setzten sich mit dem Verlauf der Colloquiumsprüfungen auseinander, und bekamen einige nützliche Tipps zur Gestaltung der Seminararbeit. In einem Workshop zum Thema Bewerbung teilte die TiL-Alumna Indri Kamdani als Assistentin einer Geschäftsführung ihre Erfahrung aus dem Bereich Personalrecruiting mit den Seminarteilnehmern, die somit den Bewerbungsprozess und die Bewerbungsgespräche aus einer anderen Perspektive betrachten konnten. Als Highlight für alle Stipendiaten erwies sich der Vortrag des BR-Moderatoren Roman Roell, der auf erfolgreiche Präsentationstechniken, Körpersprache und Außenwirkung einging. Konkrete Fragen zu Optionen nach dem Abitur, zur Studienfachwahl und zu den ersten Schritten an der Uni konnten die Teilnehmer in einer Fragerunde mit TiL-Alumni aus den Abitur-Jahrgängen 2016 und 2017 stellen.

Outdoor-Wochenende in Schwangau

Das erste Pflichtseminar für die Stipendiaten des TiL-Jahrganges 2017 fand vom 24. bis 26. November in Schwangau statt. Das gemeinsame Outdoor-Wochenende unter der Leitung von Jus Henseleit (BEO) wird von Trainern von Outward Bound begleitet und stellt die Teilnehmer vor unterschiedliche Aufgaben, für deren Lösung der Teamgeist genauso wichtig ist wie eine erfolgreiche Kommunikation, strategisches Denken, Konzentration und Geschick.

Die 48 Stipendiaten nahmen sich während einer Fackelwanderung und am Lagerfeuer am ersten Abend Zeit, sich gegenseitig besser kennen zu lernen, stellten ihre musikalischen Talente in einem improvisierten Chor unter Beweis, und gestalteten selbständig einen bunten Abend der Kulturen, in dessen Verlauf nicht nur nationale Tänze, Trachten und Gerichte ihren Weg auf die Bühne fanden, sondern auch faszinierende Bilder und Berichte aus den Herkunftsländern der neuen TiLer. Der Besuch im Schloss Neuschwanstein am Sonntag war ein weiteres Highlight, das auch dank einer märchenhaften winterlichen Kulisse sicherlich noch lang in Erinnerung bleiben wird.

Alumni-Treffen in Donauwörth

Fast vierzig Alumni und Alumnae machten sich am 20. Oktober auf den Weg in die schwäbische Stadt Donauwörth, um dort ein Wochenende mit ihren ehemaligen TiL-Weggefährten zu verbringen und noch einmal gemeinsam für „Talent im Land – Bayern“ aktiv zu werden. In insgesamt fünf Workshops konnten kreative Köpfe ihre Ideen vorbringen und diese in konkrete Aktionspläne verwandeln. Während eine Gruppe an einem Konzept für eine Veranstaltung für Stipendiaten arbeitete, wagte sich eine andere an das Layout des TiL-Newsletters heran. Die Vorstandsmitglieder des Alumni e.V. widmeten sich dem weiteren Ausbau des Alumni-Netzwerkes. Die beiden Projekte „Wir für Bayern“ und „TiL-Mentoring“ lagen den Teilnehmern besonders am Herzen und entwickelten sich schließlich zu einem gemeinsamen Vorhaben.  

Sommerakademie 2017

Die Oberstufen-Sommerakademie am Salem International College in Überlingen ist eines der großen Highlights im Bildungsprogramm "Talent im Land - Bayern". Stipendiaten aus Baden-Württemberg und Bayern kommen dort in Kursen zusammen, die von Universitätsprofessoren durchgeführt werden und auf das Studium vorbereiten.

Die TiL-Sommerakademie 2017 fand unter dem Motto "Verantwortung" statt und bot Kurse aus den Bereichen Wirtschaft, Journalismus, Informatik, Biomedizin, Recht und Politik. Auch in einer Podiumsdiskussion mit drei hochrangigen Experten konnten die Jugendlichen das Thema Verantwortung unter die Lupe nehmen. Das Nachmittagsprogramm bestand aus unterschiedlichen Sportangeboten sowie aus von den Teilnehmern selbst vorbereiteten Workshops, in denen sie ihre eigenen besonderen Interessen und Wirkungsfelder vorstellten. Auch eine Schiffrundfahrt auf dem Bodensee und ein großer Abend der Kulturen sind natürlich Tradition.

Die Eindrücke von der Sommerakademie 2017  haben wir in einem kurzen Video dokumentiert:

https://vimeo.com/229991820

Schreibwettbewerb "Heimat"

Als Initiative der TiL-Alumni startete im Oktober 2016 die Ausschreibung zum Schreibwettbewerb "Heimat". Unter den zahlreichen und bewegenden Einsendungen wurden im März 2017 von einer Fachjury aus Lehrkräften und Dozenten der LMU die besten Texte ausgewählt.

Die Gewinner Dina Nuri, Sepideh Mousavi und Chiara Thomas wurden am 25. März 2017 im Mars-Venus-Saal des Bayerischen Nationalmuseums ausgezeichnet. Der Stipendiat Ashraf Alrahhal erhielt einen Sonderpreis. Die Preisverleihung wurde von einer Lesung des Autoren Selim Özdogan begleitet und von musikalischen und literarischen Beiträgen von Stipendiaten umrahmt. 

Unterstützt wurde das Alumni-Projekt durch die Kooperationpartner Talent im Land - Bayern, TiL-Alumni e.V., Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverband, Bastei Lübbe Verlag, Haymon Verlag und Ullstein Buchverlage. Die Alumni Gentrit Fazlija, Sagithjan Surendra und Yasmin Taheri übernahmen Verantwortung für die Planung und Durchführung des Schreibwettbewerbs.

2016

TV-Debate-View bei US-Konsulin

Die Polizei bewacht die Straße in München, in der das Haus der US-Konsulin Jeniffer Gavito liegt. Hinein kommt man nur nach einer Ausweiskontrolle, innen schütteln sich viele verschiedene Leute in edler Kleidung die Hand, betreiben Smalltalk auf Deutsch und Englisch und nippen an ihrem Getränk. Es ist der Abend des 27.09.16, die Generalkonsulin der Vereinigten Staaten lädt dazu ein, in ihrem Privathaus die erste TV-Debatte zwischen Donald Trump und Hillary Clinton anzuschauen und anschließend mit dem Politik-Analysten Mark Rozell von der George Mason Universität darüber zu diskutieren. Und wir stehen mittendrin, die acht TiL-Stipendiaten und Alumni. Schon in den Gesprächen mit den anderen Teilnehmern, können wir alle unsere Englisch-Skills unter Beweis stellen, zwei von uns haben sogar die amerikanische Staatsbürgerschaft. Danach beobachten wir, wie Trump und Clinton sich auf der Bühne streiten, er ereifert sich, sie lacht ihn aus, er nennt ihre Politik ein „Desaster“, sie wirft ihm die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft vor. Manchmal will man den Moderator anschreien, weil er zum 30. Mal durchgehen lässt, dass Trump seine Gegenspielerin rüde unterbricht, manchmal muss man sich fragen, ob Clintons Gesichtsmuskeln nicht unglaublich weh tun müssen vor lauter geheucheltem Lächeln und manchmal merkt man angstvoll, dass Trump die Grundpfeiler der amerikanischen Demokratie ins Wanken bringt. Denn Obama ist für ihn nicht der Präsident aller Amerikaner. Er sagt „your president“, wenn er über ihn spricht und lässt damit sogar die Generalkonsulin erschauern, die die Debatte mit uns verfolgt. In unserer anschließenden Diskussionsrunde fragt der Moderator nach der Meinung der Zuschauer und unsere Talente sind natürlich vorne mit dabei, wenn es um den Meinungsaustausch geht. Er analysiert Trumps und Clintons Strategien und bringt Hintergrundinformationen mit ein. So gehen wir alle schlauer nach Hause, wie so oft bei TiL, doch gerade nach diesem Abend sind wir auch ein bisschen nervöser, was die Wahl am 8. November angeht.

 Ein Bericht von Maria Terhart